Geh aufrecht wie die Bäume, lebe Dein Leben so stark wie die Berge, sei sanft wie der Frühlingswind, bewahre die Wärme der Sonne im Herzen und der große Geist wird immer mit Dir sein.

(Weisheit der Navajo)

Die Augen des Adlers sind in mir.
Und die Sanftheit des Hasen ist in mir.
Und die Schnelligkeit des Hirsches ist in meinen Beinen.
Die Süße des Ahornzuckers ist in meinem Mund.
Auch die Kraft des Bären ist in mir.
Die Farbe des Fasans ist in meiner Haut.
Der Ruf des nördlichen Tauchervogels ist auf meiner Zunge.
Das Trommeln des Rebhuhns ist in meinen Händen.
Und auch die Stille der Föhren ist in mir.
Und plötzlich erkannte ich:
all dies sind die Zeichen des Tschippewa in mir.

(Connie Strong)

Wie kann man den Himmel kaufen oder verkaufen - oder die Wärme
der Erde? Diese Vorstellung ist uns fremd. Wenn wir die Frische der
Luft und das Glitzern des Wassers nicht besitzen -
wie könnt ihr sie von uns kaufen? Die Erde ist unsre Mutter.
Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde.
Die Erde gehört nicht den Menschen, der Mensch gehört zur Erde.

(Häuptling Seattle)

Als die Erde mit all ihren Lebewesen erschaffen wurde,
war es nicht die Absicht des Schöpfers,
daß nur Menschen auf ihr leben sollten.
Wir wurden zusammen mit unseren Brüdern und Schwestern
in diese Welt gesetzt, mit denen, die vier Beine haben,
die fliegen, und mit denen, die schwimmen.
All diese Lebewesen, auch die kleinsten Gräser und die
größten Bäume, bilden mit uns eine große Familie.
Wir alle sind Geschwister und gleich an Wert auf dieser Erde.

(Aus der Danksagung der Irokesen)

Sie behaupten, unsere Erde gehört ihnen. Seht Brüder, der Frühling ist da. Die Sonne hat die Erde umarmt. Bald werden wir die Kinder dieser Liebe sehen. Jeder Same, jedes Tier ist erwacht. Dieselbe Kraft hat auch uns geboren. Darum gewähren wir auch unseren Mitmenschen und unseren Freunden, den Tieren, die gleichen Rechte wie uns, auf dieser Erde zu leben. Aber hört Brüder. Jetzt haben wir es mit einer anderen Art zu tun. Sie waren wenige und schwach, jetzt aber sind es viele und sie sind stark und überheblich. Es ist kaum zu glauben, sie wollen die Erde umpflügen. Habgier ist ihre Krankheit. Sie haben viele Gesetze gemacht und die Reichen dürfen sie brechen, die Armen aber nicht. Sie nehmen das Geld der Armen und Schwachen, um die Reichen und Starken damit zu stützen. Sie sagen, unsere Mutter die Erde gehöre ihnen, sie zäumen uns, ihre Nachbarn, von unserer Mutter ab. Sie beschmutzen unsere Mutter mit ihren Gebäuden und ihrem Abfall. Sie zwingen unsere Mutter, zur Unzeit zu gebären. Und wenn sie keine Frucht mehr trägt, geben sie ihr Medizin, auf das sie aufs Neue gebären soll. Was sie tun ist nicht heilig. Sie sind wie ein Fluss zur Zeit des Hochwassers. Im Frühling tritt er über die Ufer und zerstört alles auf seinem Wege...

(Sitting Bull, Lakota)

Ich bin das Land. Meine Augen sind der Himmel.
Meine Glieder sind die Bäume. Ich bin der Fels, die Wassertiefe.
Ich bin nicht hier, um die Natur zu beherrschen oder sie zu nutzen.
Ich bin selbst Natur....

(Hopi Indianer)

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